Spezialklasse: Hilfen zur Erziehung

Im Mittelpunkt dieser Spezialklasse steht die theoretische und praktische Auseinandersetzung in dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, d.h. Wissensaneignung und Umsetzung in der Arbeit mit gefährdeten Kindern und deren Familien, welche "Hilfe zur Erziehung" erhalten. Das Berufsbild des Erziehers/der Erzieherin ist insbesondere im Kinder- und Jugendhilfebereich in ständiger Veränderung und Erweiterung begriffen.
Die Arbeit erfordert über das allgemeine pädagogische Grundwissen hinaus Wissen um das besondere Spannungsfeld zwischen Eltern, Erziehern und Jugendamt. Dabei ist die Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Haltungen unabdingbar.
In der Spezialklasse bieten wir in praxisnahen zusätzlichen Modulen und einem einjährigen Profilkurs in der Praxis eine Spezialisierung der Grundausbildung an und bereiten Sie damit auf einen Einsatz in diesem Arbeitsfeld vor.
Dazu arbeiten wir mit verschiedenen Kooperationspartnern in diesem Bereich zusammen.

Aufnahmebedingungen

Es gelten die allgemeinen Aufnahmebedingungen der Fachschule für Sozialpädagogik.
Gleichzeitig können sie sich für diese Spezialklasse mit einem Anmeldebogen bewerben.

Kosten

Es entstehen Teilnahmekosten in Höhe von durchschnittlich 200 Euro pro Schuljahr / Schüler/innen für externe Trainerkosten und Fahrten.

Ausbildungsdauer und Abschluss

Sie erwerben in drei Jahren den Berufsabschluss einer Staatlich anerkannten Erzieherin oder eines Staatlich anerkannten Erziehers.
Zusätzlich erhalten Sie in dieser Klasse Zertifikate und Bestätigungen für die Spezialisierung “Hilfen zur Erziehung”.

Ablauf der Spezialisierung

Im ersten Fachschuljahr erfolgt die Ausbildung in allen fünf Fächern nach dem allgemeinen Rahmenplan der Fachschule für Sozialpädagogik.
Zusätzlich zum Unterricht wird es zwei Fortbildungen zur Spezifik der Arbeit in diesem Bereich geben (Themen: "Cool bleiben im Konflikt" und "Einführung in lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern und deren Eltern").
Das erste Praktikum findet im Pflichtbereich der Kindertagesstätten statt.

Innerhalb des zweiten Fachschuljahres steht das Arbeitsfeld "Hilfen zur Erziehung" m Mittelpunkt der Ausbildung.
Einmal pro Woche findet ein Profilkurs im Kinderhaus Berlin–Mark Brandenburg e.V. statt, welcher von Praktikern in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrerteam der Schule geleitet wird. Gleichzeitig können Sie in den Kinder- und Jugendgruppen dieser Einrichtung hospitieren und sich in eigenen Aktivitäten ausprobieren. Ein Praktikum kann sich hier anschließen.
Der Unterricht in der Fachschule wird im Wesentlichen darauf aufgebaut. Auch hier wird darauf geachtet, dass alle Themen der allgemeinen Erzieherausbildung enthalten sind – aus der speziellen Sicht der "Hilfen zur Erziehung".
Zusätzlich zum Unterricht wird es drei Fortbildungen zur Spezifik der Arbeit in diesem Bereich geben. Themen werden sein: "Kreativer Floßbau und Hilfen zur Erziehung", "Umsetzung lösungsorientierten Arbeitens in der Jugendhilfe" und "Jugendamt und Hilfen zur Erziehung".  Diese Fortbildungen finden außerhalb des Schulablaufs statt und gehen über einen Zeitraum von zwei bis drei Tagen.

Das Wahlpflichtpraktikum sollte im Bereich der "Hilfen zur Erziehung" absolviert werden.

Das dritte Fachschuljahr beginnt mit dem  Wahlpraktikum. Die Ausbildung in den fünf Fächern im sechsten Semester orientiert sich  am allgemeinen Plan der Fachschulausbildung. Die Facharbeiten werden vorrangig in Absprache mit dem Kinderhaus Berlin – Mark Brandenburg e.V. und anderen Einrichtungen wie z.B. Neues Wohnen im Kiez GmbH als Forschungsaufträge zum Arbeitsfeld "Hilfen zur Erziehung" verstanden und entsprechend von der Schule begleitet.
Thema des letzten Moduls wird sein: "Lösungsorientierung, Zusammenfassung und Abgleich der Erfahrungen aus Praxis und Unterricht".

Kooperationspartner

Kinderhaus Berlin – Mark Brandenburg e. V.
wöchentlicher Profilkurs im zweiten Ausbildungsjahr, Hospitationen und eigene Aktivitäten in Kinder – und Jugendgruppen, Praktikumsmöglichkeit

Frau Clivia Lauterbach
Diplom- Sozialpädagogin, Zertifizierte Anti-Aggressivitäts-Trainerin® / Coolness-Trainerin® (rechtlich geschützter Begriff), Zertifizierte Fachkraft in Kinderschutzfragen, aktuell tätig im Kinderhaus als gruppenübergreifende Sozialpädagogin

Leitung der Fortbildung "Cool bleiben im Konflikt" im ersten Fachschuljahr


Frau Regina Nürnberg-Nebel
Diplom – Pädagogin, systemische Familientherapeutin, Leiterin der familientherapeutischen Wohngruppe “Perle” von Neues Wohnen im Kiez GmbH

Leitung der Fortbildung zum lösungsorientierten Arbeiten


Frau Ilse Quaas
Leiterin des Regionalteams 1 der Region C im Jugendamt Steglitz-Zehlendorf mit den Bereichen Sozialdienst und Jugendförderung, Tanzpädagogin

Leitung der Fortbildung zur Kooperation mit dem Jugendamt

Aktualisiert: 28.03.2017