Schulleben

Exkursion in das Museum für Naturkunde Berlin zum Thema „Evolution des Menschen“ (Workshop) mit den FOS/BOS 13er Kursen an der Jane-Addams-Schule am 15. Mai 2017

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Evolution & Menschwerdung“ (Entwicklung der Gattung Homo zum modernen Menschen) führte die Fachschaft Biologie der Darßer Straße unter der Leitung von Fr. Kranepuhl und Dr. Paesler in Kooperation mit dem Berliner Naturkundemuseum einen zweistündigen Workshop durch. Hierbei erweiterten die Lerngruppen eigenständig ihre Kompetenzen zu den Themen „Schädelknochen des Menschen“, „Schädelvergleich zwischen Mensch & Gorilla“, „Artbestimmung und Merkmalsvergleich verschiedener Hominini-Arten“ anhand von Schädelexponaten der verschieden Gattungen.

Die Fachschaft „Biologie“ dankt dem Museum für Naturkunde für die fachliche, konzeptionelle und didaktische Aufbereitung und Gestaltung des Workshops.

Exkursion zu der „Biosphäre Potsdam“ zum Biologie Schwerpunktthema „Geheimnisvolle Welt der Tropen“ mit zwei FOS 12ern und zwei BOS Kursen an der Jane-Addams-Schule am 12. Juni 2017

Unter der Leitung von Fr. Kranepuhl, Fr. Danz und Hr. Dr. Paesler führte die Fachschaft Naturwissenschaften / Mathematik der Darßer Straße eine Exkursion nach Potsdam durch. Hierbei erlebten die Lerngruppen im Rahmen ihrer eigenständigen Begehung der Biosphäre eine Dschungellandschaft mit 20.000 Tropenpflanzen und 130 verschiedenen Tierarten. Koi-Fische, ein begehbares Schmetterlingshaus sowie die Unterwasserwelt Aquasphäre brachten den Schülerinnen und Schülern die Flora und Fauna dieser spezifischen geographischen Region unserer Erde näher.

Weitere Informationen unter: www.biosphaere-potsdam.de

Umweltprojekt „Save the Future“ an der Jane-Addams-Schule

Am 13. März 2017 fand im Rahmen des Politikwissenschafts- und Geschichtsunterrichtes in der Klassenstufe FOS12 in der Darßer Straße ein Umweltprojekttag statt, unter dem Motto „Save the Future: Umweltpolitik in der Europäischen Union“ statt.

Eine Kleingruppe aus vier FOS Schülerinnen hatte sich dem Thema im Rahmen der Unterrichtsreihe „Europäische Union: Motive, Leitbilder, Vertragsgrundlagen“ angenommen und eine Vortragsreihe mit dem Fokus auf die EU-Umweltpolitik geplant. Hierbei vermittelten sie der Lerngruppe eigenständig die Instrumente der Umweltpolitik (wie z.B. gesetzliche Regelungen, marktorientierte Instrumente), die 20-20-20 Ziele (20 %ige Reduktion der Treibhausgase bis zum Jahr 2020, sowie 20%iger Einsatz erneuerbarer Energien, verbunden mit Energieeffizienzsteigerungen). Als aktuelles Beispiel für eine Diskussionsrunde wurde das Thema „Plastiktütenverbot“ - welches 2017 eine Erneuerung durch Kostenpflichtigkeit in vielen Verkaufsstellen erfahren hatte - objektiv sowie kritisch diskutiert und das eigene Verhalten dabei reflektiert.
Die Fachschaft „Gesellschaftswissenschaften“ dankt den Schülerinnen für Ihren Beitrag.

Treffen mit den „Ehemaligen“ in den Willkommensklassen

Am Mittwoch, dem 7. Dezember 2016 luden die „aktuellen“ Willkommensschüler_innen die Ehemaligen des letzten Jahrgangs zu einem Treffen ein.
Es sollte ein kleines Fest werden. Die Schüler_innen des Jahrgangs 2016 hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und die Ehemaligen des Jahrgangs 2015 zu einem Festessen eingeladen. Unter den „Alten“ stieß die Idee auf begeisterte Zustimmung. Syrer, Afghanen, Iraker, Kurden, Vietnamesen, Rumänen und Moldavier erklärten sich sofort bereit zu kommen und freuten sich auf ein Wiedersehen mit den Freunden an ihrer alten Schule und sogar in ihrem alten Klassenraum.
Von den „aktuellen“ Schüler_innen wurde das Treffen mit viel Elan vorbereitet. Jeder brachte etwas zu essen oder zu trinken mit. Am Büfett gab es eine reichhaltige Auswahl zwischen gefüllten Weinblättern, syrischer Lasagne, diversen Salaten und selbstgebackenen Kuchen, dazu verschiedene Säfte und Tee aus dem Samowar. Auf welche Weise die köstlichen Speisen hergestellt wurden, blieb ein Geheimnis, denn die wenigsten haben eine Wohnung mit Küche.
Der eigentliche Sinn und Zweck des Treffens aber war, dass die ehemaligen Schüle_innen Gelegenheit hatten zu erzählen, wie es nach dem Jahr an der Jane-Addams-Schule für sie weiterging. Und so berichteten sie frei ins Mikrofon, wo sie sich heute aufhalten und welchen Beruf sie anstreben: Der eine macht eine Ausbildung zum Mechatroniker, die andere besucht die 11. Klasse eines Gymnasiums, dann gibt es noch die angehende Kosmetikerin und einen ehrgeizigen Syrer, der eine Banklehre anstrebt. Viele versuchen jedoch, Schritt für Schritt ihren beruflichen Weg aufzubauen und sehen sich eher in einer Berufsschule als in einer Universität. „Mit dem Abschluss A 2 des Europäischen Referenzrahmens ist man noch nicht in der Lage, problemlos dem Stoff in einer regulären Schulklasse zu folgen,“ hat einer klar erkannt. „Deshalb will ich zuerst meine Deutschkenntnisse weiter vervollkommnen, bevor ich mich um einen Ausbildungsplatz bewerbe.“ Die jetzigen Willkommensschüler_innen waren genau an diesen Fragen sehr interessiert und wollten Details wissen.
Das Jahr Deutschlernen an der Jane-Addams-Schule war für die „Ehemaligen“ eine durchaus erfolgreiche Zeit gewesen. „Wir haben eine Menge gelernt, und es hat Spaß gemacht“, lautete das einhellige Urteil. Auch das Treffen aller Willkommensschüler_innen machte Spaß. Es wurde gesungen, getanzt, und - ein Syrer hatte zwischendurch eine gekonnte Rap-Performance gebracht. Alles in allem war die „Party“ ein voller Erfolg.
Schon jetzt ist für das Jahr 2017 das nächste Treffen aller alten und neuen Willkommensklassen der Jane-Addams-Schule geplant.
cp

10./16.06.2016: Schülerinnen und Schüler der Jane-Addams-Schule besuchen den Deutschen Bundestag

Am 10. und 16. Juni 2016 fanden zwei Exkursionen mit jeweils zwei Abschlussklassen der FOS 12 in den Deutschen Bundestag unter dem Motto „Politik vor Ort erleben; welche Aufgaben nimmt ein Abgeordneter wahr?“ statt. Die Schülerinnen und Schüler besuchten den Deutschen Bundestag und besichtigten Abgeordnetenbüros, Sitzungsäle und Räume für die Arbeit der Ausschüsse im Paul-Löbe-Haus.
Die Schülerinnen und Schüler des FOS Abschlussjahrgangs waren von dem Abgeordneten Dr. Martin Pätzold (CDU/CSU) zu einer Diskussionsrunde und begleiteten Führung durch das Parlamentsgebäude eingeladen worden. Initiiert wurden die Exkursionstage von dem Politikwissenschaftslehrer Dr. Paesler. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnten die Schülerinnen und Schüler Herrn Dr. Pätzold Fragen hinsichtlich der parlamentarischen Arbeit, seinem Werdegang, seinen Zielen und Aufgaben in der Politik sowie aktuellen Themen und lokalen Entwicklungen in den einzelnen Stadtbezirken stellen.
Nach der einstündigen Diskussionsrunde schloss sich eine eineinhalbstündige Führung durch das Paul-Löbe-Haus und den Berliner Reichstag an, welche von Herrn Klawun, dem persönlichen Referenten des Abgeordneten, geleitet wurde. Die Lerngruppen hatten Gelegenheit, vom „Keller bis zum Dachgeschoss“ den Reichstag zu erkunden: Angefangen von den Inschriften sowjetischer Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg an den Grundmauern des Gebäudes, über die Besichtigung des Sitzungssaales, die Begehung der Fraktionsräume der Parteien in den vier Türmen des Reichstages, der Lobby der Abgeordneten sowie eine optionale Begehung der Gläsernen Kuppel. Herr Klawun schilderte den Ablauf von Parlamentssitzungen, erläuterte die Anwesenheitskontrolle der Parlamentarier, die Kunstexponate innerhalb des Gebäudes, sowie die Architektur und Lichtgestaltung des Plenarsaales.

Im Rahmen von zwei einstündigen Diskussionsrunden mit den Schülerinnen und Schülern wurden folgende Themen diskutiert und kritisch erörtert:
•    Die Arbeit, Verantwortung und Ziele eines Abgeordneten im Bundestag
•    Stadtentwicklung, öffentlicher Nahverkehr und innere Sicherheit als Schwerpunktthemen der politischen Arbeit von Dr. Pätzold
•    Die Notwendigkeit von Autoritäten in staatlichen Systemen
•    TTIP und dessen Pro- sowie Contraargumente aus der Sicht der Wirtschaft und Verbraucher
•    Taugt das amerikanische Gesellschaftsmodell als Vorbild für die europäische Gesellschaft?
•    Chancen und Risiken der Digitalisierung im 21. Jahrhundert
•    Die politische Kontroverse um die Cannabis Legalisierung
•    Die AFD als neue politische Partei in Deutschland
•    Ziele der EU über die wirtschaftliche Integration hinaus
•    Neue nationalistische Strömungen in Europa, wie sind diese einzuschätzen?
Nach einer gemeinsamen positiven Evaluation der beiden Besuchstage wird eine weiterführende Kooperation im kommenden Schuljahr von beiden Organisatoren angestrebt.

Exkursionstag an der Jane-Addams-Schule (Standort Darßer Straße)

Am 24. Juni 2016 besuchten die Schülerinnen und Schüler einer Abschlussklasse der FOS die Dauerausstellung "GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung" im "Tränenpalast" am Bahnhof Friedrichstraße.
Der Tränenpalast war die ehemalige Abfertigungshalle für die Ausreise von Ost- nach West-Berlin. Ungefähr 10 Millionen Menschen wurden hier pro Jahr abgefertigt. Nicht umsonst wurde das Gebäude Tränenpalast genannt. Denn Menschen, die endlich aus der DDR ausreisen durften, verließen für immer hier ihre Heimat. Auch Westdeutsche, nach Besuchen in der DDR, mussten sich den Kontrollen unterziehen. Auch DDR Bürger, die flüchten wollten, kamen trotz der strengen Überwachung an die Grenzübergangsstelle. Doch die meisten Fluchtversuche scheiterten.
Die Ausstellung "GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung" erinnert an die Zeit der deutschen Teilung und die Auswirkungen der Grenze auf den Alltag der Deutschen in West- und Ost Berlin. Die Lerngruppe konnte sich ein Bild über die historischen Gegebenheiten und die Bedeutung des Bahnhofs Friedrichstraße machen.

Darstellendes Spiel

„Das Wutmonster“ - ein Schattentheater

Im Rahmen des Spielunterrichts entwickelten die Studierenden der Klassen 14i und 14j der
Fachschule im 2. Studienjahr kleine Theaterstücke. Bemerkenswert bei diesem Projekt waren
neben dem außergewöhnlichen Engagement in allen Gruppen die tollen Ergebnisse, die zustande
kamen. Nach einigen Wochen Theaterunterricht starteten alle Gruppen sehr zielstrebig in Ihre
Lernsituationen und erreichten nach 4-wöchiger intensiver Arbeit sehr schöne und individuelle
kleine bühnenreife Ergebnisse.
Aufgabe war es, ein darstellendes Spiel selbständig in Projektarbeit zu entwickeln und auch die
anschließende Präsentation vorzubereiten. Schwerpunkte dabei waren spielerisch- experimentelle
Erfahrungen im Umgang mit Materialien und Gestaltungstechniken und die Auseinandersetzung
mit den Ausdrucksformen des darstellenden Spiels. Mit einfachsten Mitteln wurden Bühnenbilder,
Requisiten und Kostüme entwickelt. Das Repertoire der gewählten Theaterformen reichte vom
Puppenspiel, Improvisationstheater, inszeniertem personellem Spiel, bis hin zu einem
Schattentheater mit aufwendigen, selbst gefertigten Bühnenelementen. Für ihre Stücke haben sich
die angehenden ErzieherInnen mit pädagogisch relevanten Themen auseinandergesetzt und diese
humorvoll in Ihre Stücke eingearbeitet.
Eine sehr erfreuliche Unterrichtserfahrung, die allen Beteiligten trotz des erhöhten
Energieaufwandes neben dem Lerneffekt auch sehr viel Spaß bereitete und hoffentlich auch Mut
machte, ähnliche Projekte im späteren Berufsleben gelegentlich umzusetzen.

Vorlesetag 2015

Wie schon in den Vorjahren nahmen die Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik an der Jane-Addams-Schule auch am 20.11.2015 teil am Bundesweiten Vorlesetag. Sie besuchten an diesem Tag – individuell oder in kleinen Gruppen – selbstgewählte Orte, an denen der Vorlesetag Menschen, gleich welchen Alters, zusammenbringen sollte, die sich gerne gemeinsam der geselligen und kultivierenden Wirkung der Literatur, des Lesens und besonders des gemeinsamen Lesens erinnern wollten. Dass sich hier Orte der Bildung verwirklichten, schien dabei seinen Grund nicht so sehr in dem Bildungsauftrag zu haben, dem viele der gewählten Einrichtungen, wie Schulen oder Kindergärten, verpflichtet sind. Die Bildungserfahrung konnte hier vielmehr lebendig und unangestrengt aus dem gemeinsamen Akt des Lesens entstehen, ganz gleich welcher Bestimmung der Ort dieser Erfahrung seinem Ursprung nach folgen mochte.
Für die Schülerinnen und Schüler der Fachschule hatte die Teilnahme im Übrigen im Rahmen der Ausbildung auch den Sinn eigene Erfahrungen aktiver Leseförderung zu vertiefen oder zu begründen, in jedem Falle aber öffentlich wirksam werden zu lassen. Insofern verband sich der Vorlesetag für sie auch mit einer Erfahrung professioneller Entwicklung.

Stellungnahmen von Schülerinnen und Schülern der Fachschule zum Vorlesetag 2015:
Ich finde die Idee des Vorlesetags toll, da man unter normalen Umständen nicht dazu kommt, anderen Menschen mit einer Geschichte den Tag zu erhellen. Es ist, als ob man kurz die Zeit anhalten, den Alltag für einen Moment überraschend unterbrechen kann. Besonders wenn man Erwachsenen oder alten Menschen vorliest, da diese doch selten in den Genuss dieses Geschenkes kommen. Ein bisschen so wie „Free Hugs“. (Nora, 1. FSJ)
Vor der Vorleseaktion beschäftigte ich mich eine Stunde lang mit den Kindern, damit sie sich an mich gewöhnen konnten. Dann setzten wir uns in die Leseecke und ich stellte mein Buch vor. Da die Kinder in einem Alter zwischen einem Jahr und drei Jahren waren, konzentrierten sie sich mehr auf die Bilder als auf den gelesenen Text. Aufgrund der vielen Anmerkungen der Kleinen zu den Bildern wurde ich beim Vorlesen häufig unterbrochen. Daraufhin fiel es mir mitunter schwer, wieder zur Handlung der Geschichte zurück zu kommen. Dennoch meisterte ich diese Schwierigkeit. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich den Vorlesetag sehr gelungen fand und so etwas gerne wiederholen würde. (Sonja, 1. FSJ)
Weitere Stellungnahmen von Schülerinnen finden Sie hier.

Willkommensklassen an der Jane-Addams-Schule

Seit dem 5. Oktober 2015 werden an der Jane-Addams-Schule insgesamt 26 SuS in zwei Willkommensklassen unterrichtet. Der überwiegende Teil der SuS kommt aus dem arabisch sprechenden Raum, aber auch aus Vietnam, Polen, Moldawien, Portugal, Albanien sowie Afghanistan.

Eine bunte Sprach- und Kulturmischung junger Erwachsener im Alter zwischen 16 und 25 Jahren sitzt uns drei Lehrkräften, die wir für den Deutschunterricht zuständig sind, gegenüber.

In den Lerngruppen für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse steht natürlich der Spracherwerb im Vordergrund. Im Idealfall sind die SuS nach Ablauf eines Jahres für den Besuch einer Regelklasse bereit. Aber auch das Zusammenwachsen zu einer Klassengemeinschaft und die Integration in die Schulgemeinschaft sind wichtig für diese jungen Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind. Ein Großteil von ihnen sind Geflüchtete, die ihre Heimat verloren haben. Deshalb wurde zu Anfang des Schuljahres ein Akzent auf Teambuilding sowie das Kennenlernen der Hauptstadt und für die SuS relevante Institutionen gesetzt.

Allzugut ist die anfängliche Zurückhaltung und gespannte Erwartung auf beiden Seiten zu verstehen. Finden sich die SuS doch nun im Deutschen Bildungssystem wieder. Wie kann man sich nun Unterricht vorstellen, wenn die Lehrkräfte nicht die Sprache der SuS sprechen und umgekehrt?

In den ersten Tagen erhielten wir tatkräftige Unterstützung durch einige SuS (Guides) der Regelklassen, die in der jeweiligen Landessprache notwendige organisatorische und inhaltliche Inhalte übersetzten. Dies war in vielerlei Hinsicht hilfreich. Zum einen konnten wir sichergehen, dass die ersten wichtigen Regeln verstanden wurden. Zum anderen konnten hier bereits erste Kontakte geknüpft werden. Man war sich bekannt und konnte sich auf dem Schulhof wiedererkennen. Es ist schön zu sehen, dass die Guides auch aus freien Stücken in die Klassenräume der Lerngruppen kommen, um hier ihre Pause zusammen zu verbringen und Kontakte zu vertiefen.

Als Lehrkräfte treten wir den SuS mit der Aufgabe, Deutschunterricht zu erteilen, entgegen. Darüber hinaus stehen wir auch zur Verfügung, wenn ein Brief übersetzt werden soll, die richtigen Ansprechpartner gesucht werden oder den entsprechenden Betreuern Rückmeldung gegeben werden soll.

Wir sind sehr positiv überrascht und erleben die SuS hochmotiviert. Erkennen wir doch bei allen viel individuelles Lernpotenzial. Sie lassen sich auf ihre neue Schule ein, nehmen sie an und fordern uns Lehrkräfte heraus, immer mehr wissen zu wollen.

Gleichwohl sollen all die positiven Erfahrungen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch diese Medaille zwei Seiten hat. Wir sind uns sehr bewusst, dass ein Großteil der neuen SuS in den letzten Monaten und Jahren die vielleicht schwerste Zeit ihres Lebens durchlitten und vielleicht noch durchleiden. Sie sind durch Terror und Flucht traumatisiert, was manchmal unvermittelt in Alltagssituationen durchscheint. Dann vergleichen die SuS ein Schlauchboot im Technikmuseum mit demjenigen ihrer Flucht über das Mittelmeer oder berichten von den Tötungen von Mensch und Tier in ihren Heimatdörfern.

Trotz allem sind die Willkommensschülerinnen und -schüler sehr aufgeschlossen und freuen sich über die ihnen gebotene Möglichkeit, an der Jane-Addams-Schule intensiven Deutschunterricht zu erhalten. Sie sind sich ihrer Situation, den Chancen und den erforderlichen Anstrengungen sehr wohl bewusst. Und wir alle können helfen, Ihnen ein Stück Normalität zu schenken.

Flüchtlings-Projekt an der Jane-Addams-Schule

Am 18. Dezember 2015 fand mit der Klasse FOS 14c 12 der Jane-Addams-Schule in der Darßer Straße ein Flüchtlings-Projekt unter dem Motto „Flüchtlinge in Europa, in Deutschland und in unserer Nachbarschaft“ statt.
Die FOS Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs wurden von drei Sozialarbeitern_innen in einem Projekt-Unterricht umfassend über die aktuelle Situation der Flüchtlingsunterbringung in drei Berliner Bezirken informiert. Aufgrund der Unterbringung von ca. 200 Flüchtlingen in der Sporthalle der Darßer Straße bewegt dieses Thema die gesamte Schülerschaft mehr denn je.
Aus folgenden Bezirken war jeweils ein/e Sozialarbeiter_inn an dem Projekt beteiligt:
-    Eine Vertreterin aus dem Haus der Jugend „Bunte Kuh“ e.V.  / Jugendclub gegen rechts in Berlin Weißensee
-    Eine Vertreterin der Jugend-Freizeiteinrichtung Berlin-Marzahn
-    Ein Vertreter des alternativen Kulturprojekts in Hohenschönhausen
Die Vertreter_innen berichteten von ihrer aktuellen Arbeit in den Flüchtlingsunterkünften, der logistischen Herausforderung, den menschlichen und psychischen Problemen traumatisierter Flüchtlinge sowie der wahrgenommenen und tatsächlichen Bedrohung durch rechte Gewalt in ihrer alltäglichen Arbeit.

Eine Vielzahl von Fragen konnten mit den eingeladenen Experten beantwortet werden. Mit der Lerngruppe FOS 14c 12 wurden arbeitsteilig Vorurteile gesammelt, ausgewertet, und widerlegt. Ziel der Projekttages ist es, den Schülerinnen und Schülern ein authentisches Bild von der Unterbringung in Massenunterkünften zu vermitteln sowie Vorurteilen entgegenzuwirken und Möglichkeiten einer aktiven Beteiligung aufzuzeigen.

Angehenden Sozialassistenten präsentieren ihre Praktikumsangebote: Panama wird zum Parcours, Kühe und Masken von Superhelden

Der 7.7. und 8.7.2015 stand in den Fachräumen der Sozialassistenz ganz im Zeichen sozialpädagogischer Ideen: Nach 10 Wochen Praktikum haben alle Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs ihre Praktikumsarbeiten präsentiert, erläutert und eingeschätzt.

Die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule hatten dieses Jahr die Aufgabe, ein konkretes Angebot für die von ihnen mit betreuten Kinder und Jugendlichen zu entwickeln, durchzuführen und zu reflektieren. Ideenreichtum und Fachwissen war gefragt, aber auch gute Teamfähigkeit, denn Sozialassistenten unterstützen die pädagogischen Fachkräfte. Entstanden sind so beispielsweise ein Bewegungsparcours, dessen Verlauf nicht ganz zufällig einem bekannten Kinderbuch entsprach und der von den Kita-Kindern begeistert durchlaufen wurde. Eine andere Schülerin nahm die Neugier der Kinder zum Thema „Kuh“ auf und unterstützte Bildung im naturwissenschaftlichen Bereich. Soziale und personale Entwicklung der Kinder war das Ziel bei einem Maskenprojekt, bei dem es um durch Medien bekannte Figuren, aber auch um Alltagshelden ging.

Trotz gleicher Aufgabe und Zielstellungen, die aus den vorgegebenen Bildungsbereichen abgeleitet waren, gab es sehr unterschiedliche Lösungen. So bot sich den Schülerinnen und Schülern die Chance zum Aufbau eines Repertoires an Umsetzungsideen, entsprechend dem Motto: Viele Wege führen zum Ziel.

EU-Projekttag an der Jane-Addams-Schule

Am 13. Mai 2015 fand in der Aula der Jane-Addams-Schule in der Darßer Straße ein EU-Projekttag statt, unter dem Motto „Europas Platz in der Welt – Mein Platz in Europa“.
Alle FOS Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs waren zu der Veranstaltung eingeladen. Als Gast und Hauptredner konnte Richard Kühnel – Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland – gewonnen werden.
Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland hat ihren Hauptsitz seit September 1999 in Berlin. Das Büro befindet sich im Europäischen Haus am Pariser Platz (Unter den Linden 78). Sie sorgt dafür, dass der Informationsfluss von und nach Brüssel nicht versiegt. In Berlin pflegt die Kommissionsvertretung den Kontakt zu Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung, betreibt eine aktive Pressearbeit und kommuniziert mit der breiten Öffentlichkeit.

Der Gastredner - Richard Kühnel - wurde am 3. Juni 1969 in Graz geboren. Nach dem Abitur studierte Kühnel in Graz, Lyon, Florenz und Princeton Rechtswissenschaften und Politikwissenschaften. 1994 trat Kühnel in den österreichischen diplomatischen Dienst ein. Nach Stationen in Tokio, New York und Wien wechselte Kühnel zur Europäischen Kommission und begann seinen Dienst als Berater im Kabinett von Benita Ferrero-Waldner, der damaligen Kommissarin für Außenbeziehungen und Europäische Nachbarschaftspolitik. 2008 kehrte er nach Wien zurück und übernahm den Posten des Vertreters der Europäischen Kommission in Österreich. Seit dem 1.6.2014 ist Richard Kühnel Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland.

Im Rahmen eines zweistündigen Vortrages und einer integrierten Fragerunde sowie Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern der Jane-Addams-Schule wurden folgende Themen diskutiert und kritisch erörtert:

•    Die historischen Grundlagen der Europäischen Union
•    Ziele und Wertvorstellungen der europäischen Gemeinschaft
•    Der „Souveränitätsbegriff“ als zentraler Punkt europäischen Handelns
•    Aspekte, Grenzen und Möglichkeiten einer wirtschaftlichen und politischen Union im 21. Jahrhundert
•    Themen mit Aktualitätsbezug:
•    Die Europäische Schuldenkrise und die Situation in Griechenland
•    Großbritanniens Wahlausgang und mögliche Folgen einer Neuverhandlung bestehender europäischer Abkommen
•    Die Flüchtlingsproblematik im Mittelmeer – Europas aktueller Handlungsspielraum, Verantwortungsbereiche und zukünftige Lösungsmöglichkeiten (Quotenregelungen)
•    TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) als Möglichkeit einer neuen europäischen transatlantischen Partnerschaft hinsichtlich wirtschaftlicher Kooperation. Chancen von TTIP für die europäisches Wirtschaft, den deutschen Mittelstand, und die Verbraucher

Mehr Informationen:

Download Veranstaltungsflyer

Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland auf Facebook

Studierende lernen Chinesisch im Spielunterricht

Der Spieleentwickler und Sinologe Philippe Tophoven präsentierte ein Brettspiel und weitere Methoden zum Chinesisch lernen im Spiel-Unterricht der Klasse F 14 d.

Philippe Tophoven ist studierter Sinologe und arbeitete mehrere Jahre bei Radio China International in China. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hat er ein Brettspiel entwickelt, welches einem auf einfache Weise Kenntnisse der chinesischen Sprache und Schrift vermittelt. Dieses Spiel stellte er im Spiel-Unterricht der Klasse F 14 d der Fachschule für angehende Erzieher der Jane-Addams Schule vor.

Im Zuge einer zunehmenden Internationalisierung, nicht nur der Wirtschaft, ist es wichtig, dass Erzieherinnen und Erzieher Kindern und Jugendlichen gegenüber Wert auf die Vermittlung der Bedeutung kultureller und sprachlicher Vielfalt legen. Kindern und Jugendlichen auf diese spielerische Weise einen Einblick in die chinesische Sprach- und Schriftkultur zu vermitteln, fördert Ihr Interesse und ihre Neugier für das verstehen fremder Kulturen.

Studierende der Jane-Addams-Schule überraschen Flüchtlingskinder mit Spielzeug

Aufgrund der zahlreichen Konflikte und Kriege suchen immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern der Welt Schutz in Deutschland. Zu den Leidtragenden zählen viele Kinder, die häufig schwer traumatisierende Erfahrungen verarbeiten müssen.

Anne Fölski von der Jane-Addams-Schule hat im laufenden Schuljahr einen Aufruf an der Schule gestartet, Flüchtlingskinder aus Eritrea im niedersächsichen Schöningen durch Spielzeugspenden zu unterstützen. Anfang Februar konnte sie den Familien die Spielzeuge, die Schülerinnen und Schülern sowie das Personal der Jane-Addams-Schule zusammengetragen hatten, persönlich übergeben. (siehe auch Pressemitteilung der WBG Helmstedt)

Weihnachtskonzert des Fachschulchores in der Corpus-Christi-Kirche

Der Fachschulchor der Jane-Addams-Schule hat am 11. Dezember 2014 wieder ein abwechslungsreiches Weihnachtskonzert gestaltet. Neben weihnachtlichen Chorstücken gab es zudem anspruchsvolle A-capella-Werke, solistische Meisterleistungen und natürlich auch den alljährlich auftretenden Chor der Musiklehrerinnen und Musiklehrer.

Am Tag zuvor trat der Chor bei der Jahresabschlussversammlung des Landesschulbeirates in Anwesenheit von Senatorin Sandra Scheres auf und konnte mit einem eindrucksvollen Konzert alle begeistern.

11. Bundesweiter Vorlesetag: Die Jane-Addams-Schule liest vor

Am 21.11.2014 hat der 11. Bundesweite Vorlesetag stattgefunden. Auch in diesem Jahr haben sich die Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik an diesem „größten Vorlesefest Deutschlands“ beteiligt und in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Seniorenheimen, Bibliotheken, Museen, Geschäften und vielen anderen dem gemeinsamen Lesen offenen Orten vorgelesen - so wie Tausende andere Vorleserinnen und Vorleser in Deutschland auch.

Angehende Erzieherinnen und Erzieher wissen, welche überaus günstige Wirkung der frühe Kontakt mit der Bücherkultur und noch mehr die altersgemäße Teilhabe an literarischer Geselligkeit für die Leseentwicklung von Kindern und damit ihren generellen Bildungserfolg hat, und sie entwickeln dieses Wissen weiter. Die Teilnahme am Vorlesetag ist für die Schülerinnen und Schüler deshalb zugleich eine Lernchance im Rahmen der pädagogischen Ausbildung. Sie erproben, beobachten und reflektieren ihren Beitrag zu einem solchen Feiertag der Leseförderung, wie ihn der Vorlesetag darstellt, auch als Beitrag zur Vorbereitung auf den Alltag der Leseförderung im Rahmen ihrer künftigen beruflichen Tätigkeit.

Schülereinschätzungen zum Vorlesetag 2014

  • "Kurz bevor ich in der Kita angekommen bin, war ich ein wenig nervös und hatte Angst, von den Kindern nicht angenommen zu werden. Dieser Gedanke ist nach Betreten des Gruppenraumes sofort verflogen, die Kinder, aber auch die Erzieher haben mich schon freudig und aufgeregt erwartet. Das Vorlesen vor den Kindern ist mir auch deutlich leichter gefallen, als ich es von mir selbst nach dem Üben in der Klasse erwartet hatte. Die Kinder haben gespannt zugehört und konnten auch viel zu der Thematik des Buches aus ihrem eigenen Leben erzählen." (Kira, 1. FSJ)
  • "Für mich als angehende Erzieherin war es interessant zu sehen, nach welchem Muster sich die Kinder die Bücher aussuchen. Spannend fand ich es auch, zu beobachten, wie unterschiedlich die Kinder am Vorlesen teilgenommen haben (aktiv, passiv, durchgehend, sprunghaft). Gern beobachtet habe ich die Interpretation der Bilder durch die Kinder, da sich ihre Aussagekraft manchmal von der des Textes unterschied." (Claudia, 2. FSJ)
  • "Es war interessant, die Reaktionen der Kinder zu sehen und zu beobachten, wie die Kinder miteinander über die Geschichte gesprochen haben. Zugleich war es schön zu sehen, dass man mit solch einer „Kleinigkeit“ Kindern eine Freude bereiten kann." (Lisa, 1. FSJ)

Hier finden Sie weitere Statements beteiligter Schülerinnen und Schüler über ihre Erfahrungen bei der Vorleseaktion.

Mehr Informationen unter: www.vorlesetag.de

Die Jane-Addams-Schule stellt sich auf der "parentum"-Bildungsmesse vor

Die Jane-Addams-Schule hat ihr Ausbildungsangebot am 24. September 2014 auf dem 4. parentum-Eltern+Schülertag vor über 600 Teilnehmern im Atrium der Deutschen Bank vorgestellt.

Das Konzept der Veranstaltung wurde 2010 vom Institut für Talententwicklung (IfT) entwickelt. Kooperationspartner der parentum ist die Deutsche Bank. Das IfT ist seit 13 Jahren im Bereich Berufsorientierung und Talentförderung aktiv. Bundesweit organisiert das Unternehmen etwa 50 parentum-Tage unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Der parentum-Eltern+Schülertag ergänzt die renommierten Schülerfachmessen für Ausbildung+Studium vocatium und nordjob.

Die wichtigsten Daten zur parentum Berlin Mitte 2015:

Termin: 6. Oktober 2015, 15.00-19.00 Uhr

Ort: Atrium der Deutschen Bank (Unter den Linden 13-15, 10117 Berlin)

Weitere Informationen: http://www.erfolg-im-beruf.de/parentum-berlin-mitte.html

Projektwoche im Oskar-Schindler-Haus vom 02.-06. Juni 2014

Die Schülerinnen und Schüler des 12. und 13. Jahrgangs der FOS und BOS haben auch im Schuljahr 2013/2014 verschiedene Projekte initiiert und eigenverantwortlich durchgeführt. Dabei reicht das Spektrum von der Untersuchung und Dokumentation so genannter Szeneviertel in Berlin bis hin zur Organisation eines Volleyballbenefizturniers. Das Projekt „Jane-Addams-Journal“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Projektwoche für alle Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrkräfte zu dokumentieren und einen Einblick in die Arbeit und Ergebnisse aller Projektgruppen zu geben. Unter dem folgenden Link können Sie die Zeitschrift herunterladen: Projektzeitschrift.

Aktualisiert: 20.06.2017