Geschichte des OSZ

Holländische Spätrenaissance
Hof mit Kastanienallee und Sitzmöglichkeiten in der Straßmannstraße
Treppenhaus mit Gewölbedecke
Filiale Darßer Straße, Hof mit Bronzeskulpturen

Das jüngste Oberstufenzentrum Berlins, das Oberstufenzentrum für Sozialwesen II hat eine lange Tradition. Die Erfahrungen der Lehrkräfte der drei Fachschulen für Sozialpädagogik Friedrich-Fröbel-Schule, Sala-Kochmann-Schule und der 1.staatlichen Berufsfachschule aus Buch verknüpfen seit dem 02.Februar 2008 Neues mit Traditionellem.

Die Hauptgebäude des OSZ Sozialwesen II befinden sich im Bezirk Friedrichhain–Kreuzberg. Modern ausgestattete Räume verbinden sich mit historischer Schularchitektur.
Die umfangreichen Baumaßnahmen wurden u.a. von der EU finanziert und betrugen 19.150.000 Euro. Die Grundstücksgröße beträgt 8245 Quadratmeter. Davon sind 3225 Quadratmeter Gebäudefläche.

Der berühmte Architekt Ludwig Hoffmann entwarf den heute unter Denkmalschutz stehenden Schulkomplex.
1901 wurden die Häuser eins bis drei als Blockinnenschule errichtet.
Das Haus eins beherbergte damals die Gemeindeschule als Mädchen- und Jungenschule, das Haus zwei die Gewerbeschule und das Haus drei war das Rektoren- und Lehrerwohnhaus.
Die 1974 als Plattenbau errichtete Ingenieurschule ist heute das vierte Haus des Schulkomplexes in der Straßmannstraße.
Der Denkmalschutz bezieht sich auf die Fassaden und Innenräume.
Im Gebäudeinneren bestimmen die für Hoffmann typischen Gewölbe- und Stahlsteindecken den ersten Eindruck. Aufwendig restauriert wurden die gestaltprägenden Ausbauelemente, wie die Kassettentüren und Wandbekleidungen aus Holz, die filigran gesprossten Kastenfenster, die Terrazzoböden und Keilstufen aus massivem Granit. Ein in allen Gebäuden einheitlicher, hellsandsteinfarbener Anstrich der Wand- und Deckenputze betont die Körperhaftigkeit der Mauerwerksbauten und gibt den Räumen eine unaufgeregt freundliche Anmutung.
Der die Einzelgebäude verbindende Schulhof ist mit einer kleinen Kastanienallee, alter Eiche und Sitzpodien als offener Stadtraum gestaltet.
Baumreihen und Pflasterung waren typische Gestaltungsmerkmale Hoffmannscher Schulhöfe.
Der Ziergiebel an der Außenfassade des Hauses zur Straßmannstraße ist im Stil der holländischen Spätrenaissance gestaltet. Die Sandsteinkartuschen mit den Tiermotiven und der bildhauerische Schmuck des rekonstruierten Zugangsportals verweisen auf eine Schulnutzung.

Nach der Rekonstruktion und Sanierung der Gebäude erwarten modern ausgestattete Unterrichtsräume, Fachräume, Computerräume, Aula, eine tolle Caféteria und andere Räume den Nutzer.
Moderne Lehr- und Lernbedingungen erwarten die Schüler/innen auch in der erst 1997 als Gesamtschule gebauten Filiale im Bezirk Lichtenberg-Hohenschönhausen.

Der in Stahl- und Glasbauweise errichte Komplex besteht aus drei lichtdurchfluteten Gebäuden. Eines ist der Sporthallenbau mit sechs Einzelhallen. Die anderen beiden Gebäude werden durch eine Glasgalerie verbunden, die die Schule nach außen durchlässig macht.
Abstrakte Bronzeskulpturen gestalten den äußeren Eingangsbereich und bilden damit eine Einheit mit Stahlbauarchitektur.

Aktualisiert: 28.03.2017