Fächer

Die schulische Ausbildung erfolgt in einem Pflichtteil, der in 6 Lernfelder gegliedert ist.

Der Unterricht erfolgt in 6 Lernfeldern, die sich an konkreten beruflichen Aufgaben und Handlungsabläufen orientieren. In ihnen werden praxisorientiert übergreifend problemorientierte Aufgabenstellungen behandelt. Die Bearbeitung im Unterricht erfolgt in handlungsorientierten Lernsituationen und fördert  Kompetenzen, die eine zukünftige Erzieherin und ein zukünftiger Erzieher benötigen. Ein Teil des Unterrichts findet in besonderen Lernformen statt. Dieser bietet die Möglichkeit, die in den Lernfeldern erworbenen Kompetenzen durch Spezialisierung und intensiven Praxisbezug erprobend zu vertiefen. Damit soll der fachliche Austausch und gleichzeitig die Reflexionsfähigkeit verbessert werden. Den Studierenden soll durch diese schulisch begleitete Unterrichtsform verstärkt die Verknüpfung von Theorie und Praxis aufgezeigt werden.

Der Unterricht umfasst 20 Unterrichtsstunden je Woche und findet an zwei Wochentagen statt. Die Unterrichtszeiten am OSZ sind von Montag bis Freitag von 08.00 Uhr bis 16.50 Uhr.

Lernfeld 1 - Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiter entwickeln

Lernfeld 1 nimmt das Berufsfeld der Erzieher*innen in den Fokus, wobei die Studierenden die Geschiche desselben betrachten und die verschiedenen Arbeitsfelder mit ihren Anforderungen näher kennen lernen. Dabei werden inhaltliche Grundlagen zu Tarif- und Arbeitesrecht vermittelt sowie Formen des Selbstmanagements und der Gesundheitsprävention betrachtet. Gleichzeitig setzen sie sich im Rahmen von Biografiearbeit reflexiv mit der eigenen Person und Berufswahlmotiven auseinander, um die eigene Identität im Sinne der beruflichen bzw. professionellen Rolle weiter zu entwickeln.

Lernfeld 2 - Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten

Eine der wichtigsten Aufgaben einer Erzieherin / eines Erziehers ist die Beziehungsarbeit mit den Heranwachsenden. Diese beruht auf einer pädagogischen Grundhaltung, welche mit der Auseinandersetzung zum Bild vom Kind als Basis im Rahmen des zweiten Lernfeldes fokussiert betrachtet wird. Neben der Arbeit in Einzelsituationen gehört auch die Arbeit in und mit der Gruppeen zur Haupttätigkeit einer Erzieherin / eines Erziehers. Zur Ausgestaltung der Beziehungs- und Gruppenarbeit lernen die Studierenden pädagogischen Handlungskonzepte kennen und setzen sich außerdem mit Konflikten und Konfliktbewältigung auseinander. Rechtliche Rahmenbedingungen wie Aufsichtsrecht, Kinder- und Jugendschutz sowie Gesundheitsschutz und Datenschutz werden in diesem Lernfeld ebenfalls thematisiert.

Lernfeld 3 – Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern

Innerhalb des Lernfeldes 3 stehen, entsprechend des Titels, die Verschiedenartigkeit der Lebenssitiuationen und Lebenswelten der Heranwachsenden und deren Bezugspersonen im Mittelpunkt. Die Studierenden lernen Modelle zur Erklärung menschlichen Erlebens und Verhaltens kennen, um Kinder und Jugendliche individuell und familienspezifisch wahrnehmen und unterstützen zu können. Hintergrundwissen zu Sozialisationsbedingungen und -instanzen, Entwicklungsbesonderheiten der Klientel, Vielfaltaspekte wie Mehrsprachigkeit oder religiöse Prägungen sowie Genderaspekte bilden die Basis für inklusive Arbeit. Des Weiteren lernen die Studierenden Handlungskonzepte zur Förderung und Gestaltung von Inklusion kennen, sie beobachten und dokumentieren Förder- und Erziehungsprozesse, um ressourcenorientierte Unterstützung leisten zu können.

fachübergreifender Lernbereich: Kommunikation und Sprache

Lernfeld 4 – Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten

Um Bildungsarbeit gestalten zu können, ist es zunächst notwendig, dass sich die Studierenden Wissen zu Entwicklungs-, Bildungs- und Lernprozessen (Entwicklungsaufgaben und Entwicklungsbereiche in verschiedenen Lebensphasen) aneignen. Sie setzen sich mit entsprechenden Erklärungsmodellen auseinander. Basierend aus den Kenntnissen zur Wahrnehmung benötigen die Studierenden zur Erfassung von Entwicklungs- und Bildungsprozessen Wissen über Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sowie unterschiedlichen Beobachtungsmethoden. Davon ausgehend betrachten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher den Begriff der Bildung, um die Heranwachsenden in deren Bildungsprozessen in verschiedenen Bildungsbereichen zu begleiten und zu unterstützen. So berücksichtigen sie Bildungsprogramme und Bildungsempfehlungen des Landes Berlin und eignen sich fachdidaktische Grundlagen der Bildungsbereiche an. Entsprechend planen die Studierenden die didaktischen und methodischen Gestaltungen von Bildungsprozessen, wobei stets der individuelle Entwicklungsstand sowie die Interessen und Ressourcen der Klientel berücksichtigt werden.

fachübergreifende Lernbereiche:

  • Ästhetischer Bereich
  • Naturwissenschaftlich-technischer Bereich

Bildungsbereiche:

  • Bewegung, Spiel und Theater
  • Kunst und Ästhetik
  • Musik und Rhythmik
  • Literacy und Medien
  • Religion, Gesellschaft und Ethik
  • Umwelt, Gesundheit und Ernährung
  • Mathematik, Naturwissenschaften und Technik

Lernfeld 5 – Bildungs- und Erziehungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen

Neben der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sind Erzieher*innenauch stets in Kontakt mit Eltern und anderen Bezugspersonen der Kinder und Jugendlichen. Dieses nimmt der Lernbereich 5 in den Mittelpunkt der Kompetenzentwicklung. So setzen sich die Studierenden mit der Heterogenität der Lebenssituationen von Familien auseinander, lernen Unterstützungs- und Beartungssysteme kennen und betrachten dabei auch Rechte und Pflichten von Eltern und Bezugspersonen und üben sich in verschiedenen Präsentations- und Moderationstechniken. Die Studierenden gestalten gemeinsam mit Eltern und Bezugspersonen verschiedene Übergänge von Lebensphasen der Kinder und Jugendlichen. Aufrgrund des Fokus´ dieses Lernfeldes setzen sich die Studierenden vertieft mit dem Arbeitsfeld Hilfen zur Erziehung auseinander.

Lernfeld 6 – Institution, Team und Qualität entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren

Die Studierenden thematisieren in diesem Lernfeld Trägerstrukturen sowie Finanzierungs- und Rechtsgrundlagen sozialpädagogischer Einrichtungen. Die angehenden Erzieher*innen betrachten Konzepte der Qualitätsentwicklung und lernen Instrumente des Qualitätsmanagements kennen, welche sie hinsichtlich deren Nutzen für die praktische Arbeit erörtern. Daneben befassen sich die Studierenden mit pädagogischen Konzeptionen und deren Entwicklung in den Einrichtungen. Öffentlichkeitarbeit in den Einrichtungen sowie Netzwerkarbeit und Kooperationen im Sozialraum der Einrichtungen werden ebenfalls im Lernfeld 6 in den Blick genommen. Neben der Tätigkeit mit Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen arbeiten Erzieher*innen stets im Team zusammen. Aus diesem Grund setzen sich die Studierenden mit Möglichkeiten und Problemen der Teamarbeit auseinander und lernen die Zusammenhänge der professionellen Teamarbeit und Organisationsentwicklung kennen. Durch die Auseinandersetzung mit den Funktionen eines Teams und der Teamarbeit werden die Studierenden zur Reflexion der eigenen und beruflichen Identität angeregt.

Aktualisiert: 20.07.2017